Randleiste links 150 1200 grau

Moderation

Viele meinen, als Moderator stellt man sich mal eben vor eine Menschenmenge und erzählt ein bisschen was von sich und der Welt. Aber das ist nicht ganz so einfach wie es sich anhört. Anbei habe ich mal versucht, eine Moderation zu umschreiben und was alles dazu gehört.

Zweck einer Moderation
Die Aufgabe der Moderation ist es, die Hörer oder Zuseher durch ein Programm bzw. eine Event zu begleiten. Das Wort "Moderator" kommt aus dem Englischen und bedeutet "Vermittler". Moderatoren "vermitteln" demnach dem Publikum das Programm. Sie sind die Bezugspersonen für die Hörer.

Art der Moderation
Pfeff bei einer PressekonferenzStil und Inhalt der Moderation richten sich nach der Art der jeweiligen Veranstaltung und können unterhaltenden oder journalistischen Charakter haben. Eine junge Zuhörerschaft will anders angesprochen werden als eine ältere. In unterhaltenden Veranstaltungen unterbrechen die Zwischenmoderationen die Musik. Sie können eine Programmvorschau, Werbe- oder Marketingdurchsagen oder die An- und Abmoderation von Musik zum Inhalt haben. Die Musikmoderation wird meist über den instrumentalen Vorlauf der Titel gesprochen. Die Ansagen in der Moderation können auch durch vorproduzierte Jingles akustisch unterstützt werden.

Früher und heute
Früher gab es Moderationen nur in TV oder Rundfunksendungen, heute wird auch die Präsentation der Verbindungstexte in informativen Wortsendungen (z.B. Pressekonferenzen) oder das moderative leiten einer Sportveranstaltung (Stadionsprecher) als Moderation bezeichnet. In solchen “Infomoderationen” leiten die Moderatoren die einzelnen Themen mit eigenen Worten ein. Dazu müssen sie über umfassendes Wissen über politische, sportliche, kulturelle oder wirtschaftliche Zusammenhänge verfügen. Die Moderationen dienen dazu, mit Vorinformationen eine Einstimmung auf den jeweils folgenden Beitrag zu geben. Gleichzeitig dürfen aber auch keine Fakten vorweggenommen werden.

Stimme und Lautfluss
Pfeff bei einem InterviewGekonntes Moderieren erfordert, so gut wie möglich frei zu sprechen. Texte einfach vorzulesen kommt nicht gut an. In der Vorbereitung sollten Moderationen daher vorher nicht Wort für Wort aufgeschrieben werden. Ein Zettel mit Stichworten reicht und ist zur eigenen Orientierung recht sinnvoll. Auch fremde Texte, etwa An- und Absagen für Beiträge, sollten in die eigene Sprache "übersetzt" und nicht wörtlich übernommen werden. Eine gute Stimme und rhetorisches Talent sind natürlich Voraussetzung für eine Moderatoren-Karriere. Um für sich den richtigen Ton zu finden, kann außerdem eine Ausbildung in Sprech- und Atemtechnik nur von Vorteil sein.

Moderation und Musik als Hilfsmittel
In jedem Showprogramm gibt es eine Fülle von kurzen, einprägsamen Ton-Wort-Kreationen und akustischen Signalen. Solch prägnante “Aussagen” wie in meinem Beispiel der Ausruf “Tooooooooooor für die Starbulls” oder eine Erkennungsmusik wie zum Beispiel die Musik beim Einlauf oder der Tormelodie sind für den Zuhörer oder -seher stets relevant. Sie werden als “Erkennungslinie” bezeichnet. Diese unterschiedlichen Produktionselemente werden je nachdem als Jingle, Trailer, Signation oder auch Spot bezeichnet. Sie dienen der hörerwirksamen Verpackung eines Programms sowie der Wiedererkennung, Positionierung und Bewerbung des Moderators. Je nach professionellem Aufwand können diese Kompositionen mehr oder weniger kostspielig sein. Insbesondere aus (kommerziellen) Begleitprogrammen und Veranstaltungen sind sie nicht wegzudenken. Dabei kommen oft ganze Sound-Pakete zum Einsatz, die zum Format des Programms passend zahlreiche Variationen mit gleicher Musikfarbe enthalten. Diese Pakete werden (vor allem in den USA) auch von eigenen Firmen produziert und als Massenprodukt verkauft.

  |home   |about me   |discjockey   |moderation   |sprecher   |bild + film   |mediathek   |guestbook